- Eine qualifizierte, exklusive Anfrage für Fenster, Türen und Sonnenschutz kostet nach Junghirsch-Erfahrungswerten (2024–2026) 40 € bis 95 €; der typische Sanierungsauftrag liegt bei 12.000 € bis 35.000 €.
- Der deutsche Fenstermarkt soll 2026 um 3,1 % auf 13,28 Mio. Fenstereinheiten wachsen, die Sanierung um 2,7 % (VFF/BF, April 2026); in Österreich lag der Fensterumsatz 2025 bei 911 Mio. € bei schwachem Sanierungsgeschäft (Branchenradar, 2026).
- Der Junghirsch-Case Kläusler Fenster brachte 438 Anfragen in 12 Monaten, 1,9 Mio. € Projektvolumen und im Schnitt 5,2 Aufmaßtermine pro Woche.
- Fensteranfragen kommen in zwei Wellen (Februar bis Mai, September bis November); Sonnenschutz füllt das Sommerloch, der österreichische Markt wuchs 2025 bei Eigenheimbesitzern um 6 %.
- Der Sanierungsbonus des Bundes war am 2. Februar 2026 ausgeschöpft; Oberösterreich fördert weiter 15 % bis 2.250 € je Bauteil, Wien bis 12.000 €, Deutschland 15 % über die BEG.
- Um 300.000 € Neubau-Umsatz durch Sanierung zu ersetzen, braucht ein Betrieb rund 140 qualifizierte Anfragen und etwa 9.100 € Werbebudget (illustratives Rechenbeispiel).
Fensterbauer und Türenanbieter, die 2026 wachsen wollen, müssen den Umsatz aus dem Bestand holen: Der Sanierungsmarkt wächst in Deutschland um 2,7 % (VFF/BF, April 2026), während der Neubau in Österreich seit 2023 um mehr als 18 % eingebrochen ist (Branchenradar, 2024). Eine qualifizierte, exklusive Sanierungsanfrage kostet nach unseren Erfahrungswerten (2024–2026) 40 € bis 95 €, der typische Auftrag liegt bei 12.000 € bis 35.000 €.
Wer bisher von Bauträgern, Baumeistern und Fertighausherstellern gelebt hat, kennt das Problem: Die Abrufe kommen später, kleiner und mit mehr Preisdruck. Der Sanierer dagegen ruft nicht von selbst an. Er hat Fenster von 1988, ein diffuses Gefühl, dass es zieht, und keinen Anlass. Den Anlass müssen Sie liefern, und zwar mit Förderfenstern, Hitzeschutz im Sommer und Einbruchschutz im Herbst.
Dieser Artikel ist Teil unseres Leitfadens zur Neukundengewinnung im Handwerk. Sie bekommen die Marktzahlen für DE und AT, den Preis je Anfrage, den Saisonkalender inklusive Sonnenschutz, fünf Qualifizierungsfragen, die Antwort auf „Die Fenster halten noch“ und ein Rechenbeispiel, wie ein Betrieb 300.000 € Neubau-Umsatz durch Sanierung ersetzt.
Wie ist die Marktlage für Fenster und Türen 2026?
Der Markt hat den Boden erreicht und dreht langsam nach oben, getragen von der Sanierung. In Deutschland wurden 2025 rund 12,88 Mio. Fenstereinheiten abgesetzt (−0,2 %); für 2026 erwarten VFF und BF im Basisszenario 13,28 Mio. Einheiten (+3,1 %), im Alternativszenario +1,9 %. Die Sanierung soll um 2,7 % wachsen, der Wohnungsneubau nach −1,3 % im Vorjahr um 5,5 % (GFF/VFF/BF, 30.04.2026).
Beim Umsatz sieht es nüchterner aus: 4,46 Mrd. € haben die deutschen Fensterhersteller 2025 erlöst, praktisch Stagnation; die Sanierung legte 1,7 % zu, der Neubau verlor rund 2 % (Branchenradar via diyonline, 10.03.2026). Bei Außentüren wurden 1,141 Mio. Stück verkauft; 62,3 % davon mit erhöhter Sicherheitstechnik (VFF/BF, 2026). Das ist die Zahl, die Türenanbieter in die Anzeige schreiben sollten.
Österreich hat den Einbruch früher erlebt. 2023 fiel der Fensterumsatz um 7,9 % auf 950 Mio. €, die Nachfrage im Einfamilienhaussegment brach um mehr als 18 % ein, der tiefste Stand seit 30 Jahren (gebäudehülle.net/Branchenradar, Februar 2024). 2025 lagen die Inlandserlöse bei 911 Mio. € (+0,9 %), wobei der Einfamilienhausbau ein „schwaches Sanierungsgeschäft“ kompensierte (GFF/Branchenradar, 09.03.2026).
Diese Zahl ist die eigentliche Botschaft: Das Sanierungsgeschäft in Österreich ist schwach, obwohl Millionen alter Fenster verbaut sind. Nicht der Bedarf fehlt, sondern der Auslöser. Genau das ist der Markt, den ein Betrieb mit aktiver Nachfrageerzeugung besetzen kann, weil die meisten Mitbewerber noch auf den Neubau warten.
Wer kauft neue Fenster, und warum gerade jetzt?
Der Sanierungskunde ist zwischen 45 und 70, besitzt ein Ein- oder Zweifamilienhaus mit Baujahr 1970 bis 1998 und tauscht selten aus Vernunft, meist aus Anlass: Zugluft und Heizkosten im Winter, Hitze im Sommer, Lärm, Kondenswasser, ein Einbruch in der Nachbarschaft oder eine Förderfrist. Wohnungseinbrüche in Deutschland stiegen 2025 um 5,7 % auf 82.920 Fälle (PKS 2025 via alarmanlage.de, April 2026). Das ist ein legitimer Aufhänger für Haustür und RC2-Fenster.
Die Entscheidungsdauer liegt nach unseren Erfahrungswerten bei 4 bis 10 Wochen vom Erstkontakt bis zur Unterschrift, deutlich kürzer als bei Dach oder Heizung, weil weniger Gewerke beteiligt sind. Verlängert wird sie durch Förderanträge und durch die Frage Kunststoff, Holz oder Holz-Alu. Verkürzt wird sie durch ein Muster im Auto und ein Angebot mit zwei klaren Optionen statt fünf.
Zu den Auftragswerten in Österreich: Ein Standardfenster inklusive Einbau kostet 860 € bis 1.310 €, zehn neue Fenster mit Montage 8.000 € bis 14.000 €; typische Projekte in Oberösterreich liegen mit Haustür und Beschattung bei 10.000 € bis 24.000 € (Fenster Schmidinger, Stand 17.09.2026). Mit Raffstoren, Insektenschutz und Holz-Alu erreichen viele Einfamilienhäuser 25.000 € bis 35.000 €.
Daniel Kahneman beschreibt in „Thinking, Fast and Slow“ (2011) die Verlustaversion: Ein Verlust wiegt etwa doppelt so schwer wie ein gleich großer Gewinn. Für den Fensterverkauf heißt das: „Sie sparen 2.250 € Förderung“ wirkt schwächer als „Ohne Antrag verschenken Sie 2.250 €, die das Land Oberösterreich für Ihr Haus vorgesehen hat.“ Beides ist wahr, das zweite wird gelesen.
Was kostet eine qualifizierte Anfrage für Fenster und Türen?
Nach unseren Erfahrungswerten aus Kampagnen (2024–2026) kostet eine qualifizierte, exklusive Anfrage für Fenster, Türen und Sonnenschutz 40 € bis 95 € Werbebudget. Qualifiziert bedeutet: Budget vorhanden, Projekt konkret, Umsetzung innerhalb von rund 6 Monaten, aus der Region, nicht mehrfach vergeben. Fenster liegen damit im unteren Mittelfeld der Gewerke, weil das Thema visuell gut funktioniert und die Zielgruppe groß ist.
| Quelle / Kanal | Kosten je Anfrage | Exklusiv? | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Junghirsch-Korridor, qualifizierte Anfrage (Erfahrungswert 2024–2026) | 40–95 € | Ja | Baujahr, Anzahl Fenster, Material und Zeitrahmen vorab geprüft; Werbebudget direkt an Meta/Google |
| Junghirsch-Case Kläusler Fenster | 438 Anfragen in 12 Monaten, 1,9 Mio. € Projektvolumen | Ja | Ø 5,2 Aufmaßtermine pro Woche; Quelle junghirsch.com |
| Google Ads DACH, Fenster & Türen (Rohanfrage) | ca. 42 € (24–80 €), CPC ca. 2,30 € | Ja, unqualifiziert | visnakovs.de, Q3/2026, Anbieterdaten; stark Haustür/Reparatur |
| Meta Ads AT, Handwerk allgemein (Rohanfrage) | 15–60 € | Ja, unqualifiziert | monkeys-leads.at, Anbieterangabe; ohne Qualifizierung hoher Preisabfrager-Anteil |
| Meta Lead Ads US, Home Improvement (Median) | 42,95 $ | Ja, unqualifiziert | WordStream 2026; US-Richtwert |
| Leadportale DE (geteilt), Fenster | 40–100 € | Nein (3–5 Betriebe) | Erfahrungsberichte von Betrieben; Zahlung unabhängig vom Auftrag |
Marktspannen sind Anbieter- und Erfahrungswerte, keine Garantie. Rechnen Sie jede Quelle auf Kosten je Aufmaßtermin und je Auftrag um.
Der öffentliche Referenzfall aus unseren Kampagnen ist Kläusler Fenster: 438 Anfragen in 12 Monaten, 1,9 Mio. € Projektvolumen, im Schnitt 5,2 Aufmaßtermine pro Woche (Quelle: junghirsch.com). Das entspricht rund 4.340 € Projektvolumen je Anfrage, noch vor Abschlussquote. Was diese Zahlen im Vergleich zu anderen Gewerken bedeuten, zeigt der Artikel was ein qualifizierter Lead im Handwerk kostet.
Wir verkaufen selbst Neukunden-Systeme, deshalb gilt: Wenden Sie die Umrechnung auf Kosten je Aufmaßtermin und je Auftrag auch auf unser Angebot an. Wenn Sie sehen wollen, wie ein solches System für Ihren Fensterbetrieb aussieht: Erstgespräch vereinbaren.
Wann fragen Fensterkunden an, und wann startet die Kampagne?
Fenster haben zwei Anfragewellen: Februar bis Mai, wenn die Heizkostenabrechnung kommt und die Sanierungssaison beginnt, und September bis November, wenn die erste Kälte spürbar ist. Dazwischen liegt das Sommerloch, das Sonnenschutz füllt: Raffstore, Screens und Markisen werden von Mai bis Juli angefragt, wenn es im Wohnzimmer 29 Grad hat.
| Monat | Anfragen Fenster/Türen | Anfragen Sonnenschutz | Montage | Kampagnenfokus |
|---|---|---|---|---|
| Jänner | mittel (Heizkosten, Vorsätze) | niedrig | gering | Kampagne für Frühjahr aufsetzen, Förderfenster ankündigen |
| Februar | steigend | niedrig | gering | Start Meta-Welle 1: Heizkosten, Förderung |
| März | hoch | niedrig | beginnt | Voller Betrieb, Aufmaßtermine takten |
| April | Peak | steigend | hoch | Nachfass-Sequenz auf offene Angebote |
| Mai | hoch | hoch | hoch | Start Sonnenschutz-Kampagne (Raffstore, Screens) |
| Juni | mittel | Peak (erste Hitzetage) | hoch | Google Sonnenschutz, Budget bei Hitzewarnung erhöhen |
| Juli | niedrig | hoch | hoch (Beschattung) | Sonnenschutz, Bestandskunden anschreiben |
| August | niedrig | mittel | mittel | Herbstwelle vorbereiten, Einbruchschutz-Motive |
| September | hoch | niedrig | hoch | Start Meta-Welle 2: Winter, Einbruchschutz, Haustür |
| Oktober | Peak | niedrig | hoch | Letzte Montagetermine vor Weihnachten verkaufen |
| November | hoch | niedrig | mittel | Frühjahrstermine mit Anzahlung reservieren |
| Dezember | niedrig | niedrig | gering | Jahresplanung, Bewertungen einholen |
Erfahrungswerte aus Junghirsch-Kampagnen (2024–2026); Sonnenschutz-Nachfrage hängt stark von der ersten Hitzewelle ab.
Der österreichische Sonnenschutzmarkt lag 2025 bei rund 239 Mio. € Herstellererlösen (+2,7 %); bei Eigenheimbesitzern stieg der Umsatz um 6 %, während das Objektgeschäft rückläufig war (Handwerk und Bau/Branchenradar, 03.03.2026). Für einen Fensterbetrieb ist Beschattung damit kein Nebenprodukt, sondern das Sommerprodukt, das die Montagepartien von Juni bis August auslastet. Wie Sie den Jahreskalender für Ihr Gewerk aufbauen, lesen Sie im Artikel zur Auslastung und Saisonplanung.
Welche Kanäle funktionieren für Fensterbauer, und welche nicht?
Meta ist der Hauptkanal für Fenstersanierung, Google der Kanal für Haustür und Reparatur, Empfehlung bleibt wichtig, ist aber nicht steuerbar. Der Grund ist einfach: Kaum jemand googelt „Fenster tauschen“ ohne Anlass. Aber sehr viele Hausbesitzer über 45 scrollen abends durch Facebook und sehen ein Vorher-Nachher-Bild aus ihrem Bezirk.
Meta (Facebook, Instagram) funktioniert mit echten Baustellenfotos, einem konkreten Aufhänger (Förderung, Hitze, Heizkosten, Einbruch) und einem Formular mit vier Qualifizierungsfragen: Baujahr, Anzahl Fenster, Material-Wunsch, Zeitrahmen. Ohne diese Fragen bekommen Sie Preisabfrager, die „nur mal schauen“ wollen. Wie ein solcher Funnel aufgebaut ist, zeigt der Artikel zu Meta Ads für Handwerksbetriebe.
Google Ads ist gut für „Haustür kaufen“, „Fenster Reparatur“, „Fensterbauer [Bezirk]“ und für den Sonnenschutz im Juni, wenn die Leute aktiv suchen. Klickpreise für Fenster und Türen liegen in DACH-Konten bei rund 2,30 € (1,20 € bis 4,20 €), Rohanfragen bei etwa 42 € (24 € bis 80 €) (visnakovs.de, Q3/2026, Anbieterdaten). Für die große Sanierung ist Google meist zu dünn.
Was nicht funktioniert: Portale, die eine 20.000-€-Sanierung an fünf Betriebe verkaufen; Instagram-Reichweite ohne Formular; Anzeigen mit Herstellerbildern statt eigener Baustellen. Und eine Einschränkung: Ein Betrieb, der zu 80 % Objektgeschäft mit Bauträgern macht und keine eigene Montage hat, braucht kein Privatkunden-System. Dort entscheiden Ausschreibung und Preis.
Die 5 Qualifizierungsfragen für Fenster und Türen
Diese fünf Fragen klären in zwei Minuten, ob ein Aufmaßtermin sinnvoll ist. Die Reihenfolge ist bewusst: Erst Anlass, dann Umfang, dann Geld, dann Termin.
- „Was stört Sie an den jetzigen Fenstern am meisten?“ Zugluft, Hitze, Lärm, Optik, Einbruch. Die Antwort bestimmt das Verkaufsargument und das Produkt.
- „Wie viele Fenster und Türen sind es, und welches Baujahr hat das Haus?“ Unter 5 Fenstern ist es oft eine Reparatur; ab 8 Fenstern und Baujahr vor 1998 eine Sanierung mit Förderchance.
- „Sollen alle Fenster auf einmal getauscht werden oder in Etappen?“ Für den Sanierungsbonus müssen mindestens 75 % getauscht werden. Etappen kosten Förderung und Gerüst doppelt.
- „Haben Sie schon eine Vorstellung, ob Kunststoff, Holz oder Holz-Alu?“ Die Antwort verrät die Budgetklasse, ohne nach Geld zu fragen.
- „Wenn Angebot und Förderung passen, wann soll eingebaut werden?“ „Vor dem Winter“ oder „vor dem Sommer“ ist ein Termin. „Mal schauen“ ist keiner.
Wer diese Fragen ins Formular nimmt, senkt die Zahl der Preisabfrager nach unseren Erfahrungswerten um rund die Hälfte. Der Erstkontakt danach gehört innerhalb von zwei Stunden ans Telefon; wie das organisiert wird, steht im Artikel zum Qualifizieren von Anfragen im Erstkontakt.
Welche Einwände hören Fensterbauer, und was antworten Sie?
Der häufigste Einwand ist nicht der Preis, sondern der Zeitpunkt. Hier die vier, die in fast jedem Gespräch fallen, mit Antworten, die auf Zahlen statt auf Druck setzen.
- „Die Fenster halten schon noch.“ Antwort: „Wahrscheinlich ja. Die Frage ist, was sie Sie kosten, solange sie halten. Ein Fenster von 1990 hat einen U-Wert um 2,8, ein neues 1,0 oder besser. Wir rechnen Ihnen die Heizkostendifferenz für Ihr Haus aus, dann entscheiden Sie mit Zahlen.“
- „Ohne die Bundesförderung warte ich.“ Antwort: „Der Sanierungsbonus war 2026 nach fünf Wochen weg. Das Land Oberösterreich zahlt weiter 15 % bis 2.250 € je Bauteil. Wer auf 2027 wartet, konkurriert im Jänner mit allen, die jetzt warten.“
- „Das ist eine Riesenbaustelle mit Dreck.“ Antwort: „Ein Einfamilienhaus mit 12 Fenstern schaffen zwei Monteure in zwei bis drei Tagen, Raum für Raum, mit Staubschutz. Sie schlafen jede Nacht in Ihrem Haus.“
- „Der andere ist 3.000 € günstiger.“ Antwort: „Darf ich das Angebot sehen? Meist fehlen Demontage, Entsorgung, Fensterbank innen oder der Anschluss nach ÖNORM B 5320.“ Das ist kein Verkaufstrick, sondern eine Positionsprüfung.
Förderungen als Vertriebshebel: Was 2026 in AT und DE gilt
Die Förderung ist beim Fenstertausch der stärkste Terminhebel, aber 2026 ein Flickenteppich. Wer ihn für seine Region beherrscht, verkauft mehr als der Mitbewerber mit dem besseren Preis.
| Programm | Land | Bedingungen | Höhe | Stand 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Sanierungsbonus, Einzelbauteil Fenster | AT Bund | mind. 75 % der Fenster, Uw ≤ 1,1 W/m²K, Gebäude ≥ 15 Jahre | 30 %, max. 5.000 € | Ausgeschöpft seit 02.02.2026; 2027 ca. 360 Mio. €, Sätze teils 20 % |
| Wohnbauförderung Sanierung, Eigenheim | AT Oberösterreich | Baubewilligung ≥ 20 Jahre, Uw ≤ 1,1, Montage durch Gewerbebetrieb, energetischer Befund | 15 % Bauzuschuss bis 2.250 € je Bauteil oder 25 % Darlehenszuschuss | Aktiv, Antrag nach Fertigstellung |
| Wohnbauförderung Sanierung, Wohnung | AT Oberösterreich | Eigentums-/Mietwohnung | 15 %, max. 1.000 € je Wohnung | Aktiv |
| Thermische Sanierung | AT Wien | Musterprojekt Fenstertausch | bis 35 %, max. 12.000 € | Aktiv, Stand August 2026 |
| Sanierungspass | AT Steiermark | Neu seit Juni 2026 | 10–30 % | Aktiv |
| Sanierungsförderung | AT Salzburg / NÖ / Bgld / Vlbg | Salzburg pausiert; NÖ, Burgenland, Vorarlberg nur Kreditförderung | Kredit bis 100.000 € (Vlbg) | Stand August 2026 |
| BEG Einzelmaßnahmen (BAFA), Fenster | DE | Uw-Anforderung, Antrag vor Baubeginn | 15 % auf max. 30.000 € je erster Wohneinheit; +5 % iSFP nur über 30.000 € | Neue Regeln seit 21.07.2026 |
Quellen: Sanierungsoffensive Infoblatt 2026, heizma.at (02.09.2026), Fenster Schmidinger (19.06.2026), Das Hausbau Magazin (02.08.2026), varm.earth (07/2026). Richtlinien ändern sich; vor Angebotslegung prüfen.
Der Sanierungsbonus des Bundes förderte 2026 den Fenstertausch als Einzelbauteil mit 30 % bis 5.000 €, Bedingung: mindestens 75 % der Fenster werden getauscht, U-Wert höchstens 1,1 W/m²K, Gebäude mindestens 15 Jahre alt (Sanierungsoffensive, Infoblatt 2026). Das Budget war am 2. Februar 2026 erschöpft; 2027 kommen rund 360 Mio. € mit teils niedrigeren Sätzen, die Richtlinie im Herbst 2026 (heizma.at, Stand 02.09.2026).
Die Länder zahlen weiter, aber sehr unterschiedlich: Tirol liegt in einem Musterprojekt bei 49.875 €, Wien bei bis zu 12.000 € Zuschuss (35 %), Oberösterreich bei 15 % bis 2.250 € je Bauteil am Eigenheim, während Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg nur Kredite fördern und Salzburg pausiert (Das Hausbau Magazin, 02.08.2026). In Deutschland gilt seit 21. Juli 2026 der BEG-Satz von 15 % auf maximal 30.000 € je erster Wohneinheit (varm.earth, Juli 2026).
Als Vertriebshebel nutzen Sie drei Dinge: eine Förderzeile im Angebot („Land OÖ: −2.250 €“), eine Erinnerung an alle offenen Angebote, sobald die Richtlinie 2027 veröffentlicht wird, und die Übernahme des Antrags als Service. Über 60 % der Handwerkerangebote werden nie nachgefasst (elektro.net, Juli 2026, Sekundärzitat DIHK); ein Förderfenster ist der beste Grund, es zu tun.
Rechenbeispiel: Fensterbau- und Sonnenschutzbetrieb mit 14 Mitarbeitern
Nehmen wir einen Fensterbau- und Sonnenschutzbetrieb aus dem Bezirk Wels-Land mit 14 Mitarbeitern und 2,1 Mio. € Umsatz. Bis 2023 kamen 55 % des Umsatzes über zwei Fertighaushersteller und einen Baumeister. Diese Abrufe sind um 300.000 € gesunken. Der Inhaber will die Lücke mit privaten Sanierungen schließen, ohne Personal abzubauen.
Rechenbeispiel (illustrativ): Ziel 300.000 € bei Ø 16.000 € je Sanierungsauftrag = 19 Aufträge. Bei 35 % Abschlussquote braucht er 54 Angebote, bei 80 % Angebotsquote 68 gehaltene Aufmaßtermine, bei 88 % Erscheinungsquote 77 vereinbarte Termine, bei 55 % Terminquote 140 qualifizierte Anfragen. Zu 65 € je Anfrage sind das 9.100 € Werbebudget, verteilt auf zwei Wellen (Februar bis Mai, September bis November) rund 1.300 € im Monat. Kosten je Auftrag: 479 €, also 3,0 % vom Auftragswert.
Dazu kommen Systemaufbau und Betreuung sowie eine Person im Büro, die jede Anfrage am selben Tag anruft. Zum Vergleich: 37 % der Kunden finden ihren Handwerker über Empfehlung, 29 % über Online-Recherche (YouGov/Jungheinrich-Profishop, 2021). Wer beides bedient, hat zwei Drittel des Marktes im Blick. Ihre eigenen Zahlen rechnet der Anfragen-Rechner rückwärts vom Umsatzziel.
Der Sommer wird über Sonnenschutz gefüllt: Von den 19 Sanierungskunden kaufen nach unseren Erfahrungswerten 6 bis 9 innerhalb von 18 Monaten Raffstore oder Screens nach. Dazu kommt eine eigene Beschattungskampagne von Mai bis Juli mit Ø 6.000 € Auftragswert, die die Montagepartie im Juli und August auslastet.
Was in Österreich anders ist
In Österreich sind Holzfenster Tischlersache: Der Fensterbauer mit Holz und Holz-Alu ist meist Mitglied der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter, Kunststofffenster laufen über Handel und Montagebetriebe, Glas über die Innung der Dachdecker, Glaser und Spengler. In Deutschland heißt der Beruf Tischler oder Schreiner, in der Schweiz Schreiner mit Offerte in CHF. Wer Anzeigen aus Deutschland kopiert, schreibt „Schreiner“ nach Oberösterreich. Das liest niemand.
Der Befähigungsnachweis und der Meistertitel sind in Österreich Vertrauensanker, die in jede Anzeige gehören. Die Montage nach ÖNORM B 5320 ist ein Qualitätsargument, das Preisvergleiche entwertet, weil billige Angebote sie oft nicht enthalten. Und die Regionalität zählt: „Fenster aus Wels für den Bezirk Wels-Land“ wirkt stärker als jedes Markenlogo, weil Kunden den Betrieb kennen wollen, der in fünf Jahren die Dichtung tauscht.
Förderseitig gilt die Zweistufigkeit: Bund über die Sanierungsoffensive (2026 erschöpft), Land über die Wohnbauförderung. In Oberösterreich braucht es eine Baubewilligung, die mindestens 20 Jahre zurückliegt, einen U-Wert von höchstens 1,1 W/m²K, die Montage durch einen Gewerbebetrieb und einen energetischen Befund; der Antrag kommt nach Abschluss der Arbeiten (Fenster Schmidinger, Stand 19.06.2026). Ein Betrieb, der diesen Antrag für den Kunden vorbereitet, hat ein Verkaufsargument, das kein Portal liefern kann.
Was bleibt
Stellen Sie die Neukundengewinnung von „Abrufe vom Bauträger“ auf „Sanierungsanfragen aus dem Bezirk“ um, bevor die nächste Neubauwelle ausbleibt. Das heißt konkret: zwei Meta-Wellen im Februar und September mit Förder- und Heizkosten-Aufhänger, eine Sonnenschutz-Kampagne im Mai, fünf Qualifizierungsfragen im Formular, und ein Anruf innerhalb von zwei Stunden. Der Sanierungsmarkt ist da. Er wartet nur nicht von selbst auf Ihren Betrieb.
Häufige Fragen
Was kostet eine Anfrage für Fenstersanierung 2026?
Eine qualifizierte, exklusive Anfrage für Fenster, Türen oder Sonnenschutz kostet nach unseren Erfahrungswerten (2024–2026) 40 € bis 95 € Werbebudget. Google-Rohanfragen liegen in DACH-Konten bei etwa 42 €, geteilte Portal-Leads bei 40 € bis 100 €. Entscheidend sind die Kosten je Aufmaßtermin (rund 120 € bis 200 €) und je Auftrag (rund 400 € bis 700 €).
Wie kommt ein Fensterbauer vom Neubau auf Sanierung?
Mit aktiver Nachfrageerzeugung statt Warten auf Abrufe: zwei Meta-Kampagnenwellen im Februar und September mit Förder-, Heizkosten- oder Einbruchschutz-Aufhänger, einem Formular mit Qualifizierungsfragen und einem Anruf innerhalb von zwei Stunden. Der Sanierungsmarkt wächst 2026 in Deutschland um 2,7 % (VFF/BF), in Österreich ist er trotz Millionen alter Fenster schwach, weil der Auslöser fehlt.
Was antworte ich auf „Die Fenster halten noch“?
Mit einer Rechnung statt mit Druck: Ein Fenster von 1990 hat einen U-Wert um 2,8 W/m²K, ein neues 1,0 oder besser. Rechnen Sie die Heizkostendifferenz für das konkrete Haus aus und legen Sie die Landesförderung daneben. Der Kunde entscheidet dann mit Zahlen. Wer wartet, konkurriert im nächsten Förderjahr mit allen anderen Wartenden.
Lohnt sich Sonnenschutz als Sommerprodukt für Fensterbauer?
Ja. Der österreichische Sonnenschutzmarkt lag 2025 bei rund 239 Mio. € (+2,7 %), bei Eigenheimbesitzern +6 % (Branchenradar). Raffstore und Screens werden von Mai bis Juli angefragt und lasten die Montagepartien im Sommerloch aus. Nach unseren Erfahrungswerten kaufen 6 bis 9 von 19 Sanierungskunden innerhalb von 18 Monaten Beschattung nach.
Gibt es 2026 noch Förderung für den Fenstertausch in Österreich?
Vom Bund nicht mehr: Der Sanierungsbonus war am 2. Februar 2026 ausgeschöpft. Die Länder fördern weiter, sehr unterschiedlich: Oberösterreich 15 % bis 2.250 € je Bauteil am Eigenheim, Wien bis 12.000 € (35 %), Steiermark 10 % bis 30 % über den Sanierungspass; Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg nur als Kredit. 2027 kommt der Bund mit rund 360 Mio. € zurück.
Wie viele Anfragen braucht ein Fensterbetrieb für 300.000 € Zusatzumsatz?
Rund 140 qualifizierte Anfragen. Bei durchschnittlich 16.000 € je Sanierung sind 19 Aufträge nötig; mit 35 % Abschlussquote, 80 % Angebotsquote, 88 % Erscheinungsquote und 55 % Terminquote ergibt das 140 Anfragen und rund 9.100 € Werbebudget in zwei Kampagnenwellen (illustratives Rechenbeispiel).
Google Ads oder Facebook für Fensterbauer?
Beides, aber für verschiedene Produkte. Meta für die Fenstersanierung, weil sie angestoßen werden muss und visuell funktioniert; Google für Haustür, Reparatur und den Sonnenschutz im Juni, wenn Kunden aktiv suchen. Ein reiner Objektbetrieb ohne eigene Montage braucht keines von beiden.
Wie sieht ein Neukunden-System für Ihr Gewerk aus?
Im Erstgespräch rechnen wir mit Ihren Zahlen: wie viele qualifizierte Anfragen Sie brauchen, was sie in Ihrer Region kosten und ob sich ein System für Ihren Betrieb rechnet. Ehrlich, auch wenn die Antwort nein ist.
Quellen
- Fenstermarkt 2026: Wende nach schwachem Jahr – GFF/VFF/BF (30.04.2026)
- Wirtschaftsprognosen Fenster- und Außentürenmarkt – VFF Verband Fenster + Fassade (2026)
- Fenstermarkt in Deutschland und Österreich besser als erwartet – diyonline/Branchenradar (10.03.2026)
- Alpenländer: Stagnation statt Aufschwung – GFF/Branchenradar (09.03.2026)
- Österreich: Rückgänge im Fenstermarkt – gebäudehülle.net/Branchenradar (Februar 2024)
- Sonnenschutzsysteme fassen wieder Tritt – Handwerk und Bau/Branchenradar (03.03.2026)
- Fenster austauschen: Kosten & Preise 2026 – Fenster Schmidinger (Stand 17.09.2026)
- PKS 2025: 82.920 Wohnungseinbrüche – alarmanlage.de/BKA (April 2026)
- Google Ads Benchmarks DACH nach Gewerk – visnakovs.de (Q3/2026, Anbieterdaten)
- Meta Ads für Handwerker – monkeys-leads.at (2026, Anbieterangabe)
- Facebook Ads Benchmarks 2026 – WordStream (14.09.2026)
- Infoblatt Sanierungsbonus 2026 Ein-/Zweifamilienhaus – Sanierungsoffensive/BMLUK (Version 11/2025)
- Sanierungsoffensive 2026: Stand, Alternativen, 2027 – heizma.at (Stand 02.09.2026)
- Fenstertausch Förderung 2026 Österreich: Bund raus, Länder zahlen – Das Hausbau Magazin (02.08.2026)
- Fenster Förderung Oberösterreich 2026 – Fenster Schmidinger (Stand 19.06.2026)
- BAFA-Förderung Dämmung 2026: Neue Bedingungen ab 21. Juli – varm.earth (Juli 2026)
- Angebote ohne Nachfassprozess kosten Aufträge – elektro.net (13.07.2026)
- Handwerksumfrage: Wie Kunden Handwerker finden – YouGov/Jungheinrich-Profishop (2021)
- Case Kläusler Fenster: 438 Anfragen in 12 Monaten – Junghirsch (2025)